Hört her, ihr Leut', das Ende naht!
Schon sechzig Jahre auf dem Pfad
der absoluten Dauerkrise,
verdorrt ist jede Lebenswiese.
Das Öl ging aus im sechzigsten,
im siebzigsten erfroren wir am kältesten,
der Saure Regen goss herein,
ließ achtzig kein Gemüselein.
In den Neunzigern, oh Graus, oh Graus,
knipste das Ozonloch uns das Leben aus,
das Millenium kam mit lautem Krachen,
die Computer lernten Teufelslachen!
Der Y2K-Bug fraß beinahe den Strom,
da flüchtete manch einer zum Dom,
doch kaum war der Schreck vorbei,
gab es schreckliches Viren-Allerlei:
Erst Anthrax, dann das West-Nil-Fieber,
SARS legte uns im Bett darnieder,
die Vögel grippten uns ins Grab,
während E. coli kein Pardon uns gab.
Zweitausendacht brach die Finanz,
da tanzten wir den Totentanz,
die Schweinegrippe grunzte laut,
da hat es manchen schier gegraut.
Die Mayas sagten: „Zwei-Null-Zwölf,
da heulen um die Welt die Wölf'!“
Wir starben alle mit starken Wehen
um kurz darauf Nordkorea zu seh’n.
Der Weltkrieg Drei stand vor der Tür,
doch Ebola kam plötzlich dafür,
dann kam der IS, sodann das Zika,
vom Nordpol schmolz die letzte Erika.
Das CO2, die Erdenhitze,
wir schwitzten Blut vor lauter Witze,
zweitausendzwanzig kam Corona,
da impfte jeder bis zu Verona.
Und kaum war das Gewohnheit schon
erschien die nächste Mutation!
Wir starben tausend Tode schon,
per Eilmeldung und Nachrichtenton.
Seit sechzig Jahren, Tag für Tag,
erwartet uns der Sensen-Schlag,
die Angst, sie frisst das Hirn geschwind
bis wir vor Panik werden blind.
Doch schaut man aus dem Fenster raus:
Die Welt steht noch, so gut durchaus
zumindest bis die nächste Pflicht
uns nächstes Böse so verspricht!
Was jedoch mich ziemlich beunruhigt
ist wohl das Klima, das so anders ruigt,
extremes Wetter, viele Gewitter,
den Ausdruck finde, bin ein Dichter
wünschend das wäre Illusion,
die Erde bleibt so wunderschön!...
2026©G.Tzivras
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